Fans
Fußball lebt von seiner Attraktivität auf die
Zuschauer - egal, ob im Stadion oder vor dem Fernsehbildschirm.
Fußball lebt aber auch durch seine Zuschauer, die ihm eine
Attraktivität verleihen, die ihn einzigartig in der globalen
Sportlandschaft macht.
Früher waren es die Arbeiter, die nach Schichtende in die
Stadien
pilgerten und dort mit kleinen Fähnchen oder Wimpeln Partei
für ihre Farben bezogen.
Mit der Bundesliga kam es erstmals zur "Spaltung" des
Fußballs in
Spieler und Zuschauer. Eine Spaltung, die Ende der 1960er Jahre durch
die Spielfeldzäune greifbar wurde.
Fortan gingen die Zuschauer einen eigenen Entwicklungsweg, wurden aus
ihnen zunehmend "Fans". Die 1970er Jahre waren geprägt von
bunten
Fanblöcken aber auch Randale, die in den 1980er Jahren
vollends
überhand nahm. Trister Tiefpunkt: Heysel.
Mit dem "modernen" Fernsehfußball spaltete sich die Gruppe
der
Fans weiter auf. Ultras entstanden und polarisierten. Zugleich wurden
Fans von den Medien instrumentalisiert und dienten als Begleitmusik im
"Zirkus Bundesliga".
Die Geschichte der Fußballfans - ein mehr als nur
abendfüllendes Thema. Und eines, bei dem ich aus Erfahrung
sprechen kann - schließlich bin ich seit 1975 aktiv in der
Fanszene dabei.
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"Weil
wir Riesen sind" - eine Veranstaltung zu und von Göttingen 05
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